METROPOLIS 2010 - Rekonstruktion

Metropolis 2010
Bildrestaurierung
Update
Ergebnis

Vergleich Argentinien-Material vs. deutsche Kopie - 1
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Im direkten Vergleich des argentinischen Materials mit der bestehenden 2001er-Restaurierung fällt auf, daß die beiden Materialien aus unterschiedlichen Negativen stammen. Bei der Produktion von Metropolis 1927 wurden mindestens zwei verschiedene Original-Negative gedreht, um für verschiedene Fassungen (engl./span./deutsch) nicht schon in die verlustbehaftete Umkopierung gehen zu müssen. Deshalb haben diese Negative leicht unterschiedliche Längen und nutzen unterschiedliche 'Takes' der Dreharbeiten. Die Fassung die sich im argentinischen Material zeigt, stimmt weitgehend mit dem englischsprachigen Verleih-Material überein, das vom George-Eastman-House Archiv oder vom Paramount-Negativ bekannt ist.


Frank Strobel Anke Wilkening Martin Koerber
Wesentliche Grundlage dieser Restaurierung ist die filmhistorische Rekonstruktion des Films. Diese wurde für 'Metropolis 27/10' von Anke Wilkening für die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung geleitet. Begleitet wurde sie dabei von Martin Koerber von der Deutschen Kinemathek, der schon bei der Restaurierung 2001 diese Aufgabe im Auftrag der Stiftung wahrgenommen hatte. Bei 'Metropolis 27/10' wurde besonders die Musik des Films in die Arbeiten einbezogen, um überlieferte Notizen in der Partitur und Timing-Vorgaben die aus der Musik stammen, mit dem Bildmaterial zu einer möglichst authentischen Urfassung zu vereinen. Diese Aufgabe übernahm Dirigent und Filmmusik-Experte Frank Strobel , der auch die Orchestereinspielung leitete.
Aus dieser Zusammenarbeit entstand eine sog. EDL, eine Schnittfolgeliste, die stets parallel mit der 2001er-Fassung geführt wurde. Deutlich sind hier auf der linken Seite die Lücken zu sehen, bei denen 2001 noch mit Text-Erklärungen gearbeitet werden mußte, weil kein Bildmaterial vorhanden war. Diese EDL ist nun Teil der Dokumentation der Restaurierung, die jederzeit erlaubt, Herkunft und Länge einer Szene im vollendeten Restaurierungsgewerk zu recherchieren.


Kurz vor dem Beginn der Restaurierungsarbeit wurde noch weiteres Metropolis-Material eingebracht.: ein 35mm Nitro-Positiv des Filmarchivs in Neuseeland, das der Murnau-Stiftung überlassen wurde. In diesem Material, das weitgehend dem Paramount-Negativ entstammt, fanden sich einige Szenen die tatsächlich noch ergänzend zum bisherigen Bestand waren. Kurze Einstellungen die vielleicht einst beim Umschnitt übersehen worden waren, andere die in besserer Qualtät oder größerer Länge als bisher im Film eingesetzt dort zu finden waren.
Hier eine Übersicht dieser NZL-Szenen:


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